Über Uns

Das Ensemble. Die Musiker:innen von Concierto Ibérico

Concierto Ibérico begreift Musik als Dialog zwischen den Kulturen – nicht als zeitgenössisches Vermittlungslabel, sondern als historisch belegte ästhetische Realität musikalischer Austauschprozesse. Unsere Programme machen diese Verflechtungen zwischen Spanien und Europa hörbar: im Rhythmus, im Gestus, in den Klangfarben.

Das Ensemble

Klangbrücken zwischen Spanien und Europa

Concierto Ibérico ist ein Ensemble, das sich mit Musik der Renaissance bis in die Romantik beschäftigt und auf historischen Blas- und „allerhand Instrumenten“ spielt.


Concierto Ibérico begreift Musik als Dialog zwischen den Kulturen – nicht als zeitgenössisches Vermittlungslabel, sondern als historisch belegte ästhetische Realität musikalischer Austauschprozesse. Unsere Programme machen diese Verflechtungen zwischen Spanien und Europa hörbar: im Rhythmus, im Gestus, in den Klangfarben.

Über Europa hinaus öffnen wir den Blick auf transatlantische und mediterrane Verflechtungen: Iberische Traditionen, die sich historisch mit Klangsprachen aus Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten berühren. So entsteht eine Bühnenpraxis, in der Klänge der Vergangenheit nicht museal wirken, sondern als Gegenwartserfahrung erscheinen – ohne illustrative Vereinfachung.

Concierto Ibérico tritt regelmäßig bei internationalen Festivals, in Konzertsälen, Kirchen und historischen Spielstätten auf.

Ergänzt wird die Konzerttätigkeit durch innovative Vermittlungsformate wie „KonzertStattReise“. Ein Wandelkonzert mit Stadtführung, das Bremen als Klangraum öffnet – von den Stadtmusikanten bis zur Gegenwart. Musik wird hier zur szenischen Erfahrung: dramaturgisch geführt, raumbezogen gespielt und zeitgemäß vermittelt.

Als Ensemble wurden wir u. a. von Kulturstiftung der Länder, Deutschem Musikrat und dem Bremer Senator für Kultur ausgewählt und gefördert. Unsere Debüt-CD „Españoletas – Spanischer Wind“ erschien 2022, „Fandango – Inspiración“ 2025 – zwei künstlerische Visitenkarten für unseren farbigen, rhythmischen Ensembleklang.

BR-KLassik-LOGO

„Das greifen die Musikerinnen und Musiker des Concierto Ibérico auf: Bei ihnen agiert das Tanzpaar gewissermaßen auf klanglicher Ebene, sie tanzen den Fandango allein mit Tönen, so dass sich beim Zuhören der Akt des Tanzens in der Vorstellung erstaunlich lebendig nachvollziehen lässt. Es ist reine Spekulation – aber diese CD hätte Casanova womöglich gerne beim ein oder anderen Tête-à-tête aufgelegt.“ 

BR-Klassik: Wolfgang Schicker, CD-Tipp: Spaniens verführerischer Tanz, 17.8.2025

Klassik heute - Logo

„Das Concierto Ibérico überzeugt mit farbenreichen Klängen, mitreißenden Rhythmen, feinem Zusammenspiel – und vor allem ansteckender Musizierfreude.“ 

Klassik heute: Antje Rößler, Künstlerische Qualität: 10 von 10 Punkten, 26.7.2025

Bremen-zwei - Logo

„Olé, kann man da nur sagen. Ein Fandango von Luigi Boccherini, mitreißend gespielt vom Bremer Ensemble Concierto Ibérico. Fandango Inspiración haben die Bremer Barockspezialisten ihr neues Album genannt. Eine kleine Reise durch die Geschichte dieses wunderbaren Tanzes, der nicht nur Komponisten aus Spanien inspiriert hat. (…) Das Concierto Ibérico spielt alle diese Stücke in einer sehr reizvollen und ungewöhnlichen Besetzung: Blockflöte, Posaune, Gitarre, Cembalo und Perkussion mischen sich hier zu einem barocken Sound, der oft aber auch folkloristisch daherkommt“ 

Radio Bremen 2: Wilfried Schäper, Sendung Klassikwelt, 3.8.2025

Musikjournalist Mattie Poels

„Fandango Inspiración is a world-class album on which Concierto Ibérico, with a love for early music, highlights the fandango from different perspectives in an engaging and virtuoso performance.“ 

Mattie Poels, Leve de Fandango, 4.6.2025

Klemens Berthold

„Wer schmuggelt diese Kompositionen in unsere Zeit?
Die wunderbaren Musiker des Concierto Ibérico: Inés Pina Pérez entlockt ganz unterschiedlichen Blockflöten sanfte Melodiebögen, Juan González Martínez, der das Ensemble leitet, bläst scheinbar mühelos unterschiedliche Posaunen, Miguel Bellas erzeugt mit der Gitarre bzw. Theorbe rasante Läufe, Lea Suter formuliert auf ihrem 16-Fuß-Cembalo einen dichten Teppich an gezupften und tiefen (!) Tönen und Peter Kuhnsch erfreut uns mit einer niemals aufdringlichen, aber immer punktgenauen Perkussion.“  

Klemens Berthold, Habent Sua Fata Libelli & Carmina, 7.6.2025

Spanische Tänze, die als obszön galten

„Viel Verve vermittelt das Bremer Ensemble um Posaunist Juan González Martínez auf seiner „Fandango“-CD unbedingt. In 14 Tänzen, einige von Berühmtheiten wie Soler, Rameau, Boccherini und Cabanilles, lassen die fünf Musiker die alten Noten swingen.“ 

Sebastian Loskant, Weserkurier, 21./22.6.2025

Was unsere Musik besonders macht

Concierto Ibérico beim Spielen von spanischer Barockmusik live

Historische Klangwelten

Wir interpretieren spanische Musik auf historischen Instrumenten und in historischer Aufführungspraxis.

Teamfoto von Concierto Ibérico, historische Instrumente Konzert

Internationales Ensemble

Musiker:innen aus Spanien und Europa bringen vielfältige Perspektiven und Expertise in unsere Projekte ein.

Tänzerin tanzt in Saal bei spanischem Barock Konzert von Concierto Ibérico

Künstlerische Vielfalt

Wir verbinden Musik, Tanz und Erzählkunst zu immersiven Konzertformaten voller Emotion und Atmosphäre.

Teamfoto von Concierto Ibérico, historische Instrumente Konzert

Außergewöhnliche Spielorte

Wir musizieren in atmosphärischen historischen Räumen und ungewöhnlichen Orten — für ein besonderes Konzerterlebnis.

Die Künstler

Portrait von Juan González Martínez

Juan González Martínez

Renaissance-, Barockposaune und Künstlerische Leitung

Juan González Martínez gilt als einer der vielseitigsten Posaunisten der Nachwuchsgeneration im Bereich der historischen Aufführungspraxis.
Seine Musikalität und sein spielerisches Können stehen für eine Klangfarbpalette, die ihm eine atemberaubende Ausdrucksfähigkeit genauso im virtuosen, wie im cantablen Spiel ermöglicht.

Posaune studierte der Spanier in seiner Heimatstadt Murcia, wobei seine Faszination für einen hochsensiblen vielschichtigen Klang zu einem Master- im Fach Barockposaune und einem Konzertexamen-Studium in historischer Posaune bei Wim Becu in Bremen und in Den Haag führte.

Juan González Martínez setzt neue Akzente in seinen künstlerischen Projekten als Ensembleleiter und ist Gründungsmitglied von den Ensembles Concierto Ibérico und GlossArte, sowie dem Weckmann Consort (Lea Suter).  Sein unermüdliches Enthusiasmus für neues Posaunenrepertoire führte 2021 zu seiner ersten CD-Aufnahme mit Ersteinspielungen der Romantik beim Label Dabringhaus & Grimm zusammen mit dem Duo GlossArte und dem Franz-Kuhn-Posaunenquartett, aus dessen Anlass er 2022 er als Solist in der Bremer Glocke und der Historischen Stadthalle in Wuppertal debütierte. Im selben Jahr veröffentlichte er mit dem Ensemble Concierto Ibérico die CD “Españoletas“ – eine künstlerische Reflexion über die spanische Einflüsse im Europa des 16. Jahrhunderts. Seine neuen Ansätze in der historischen Aufführungspraxis als Solist pflegt er regelmäßig mit Klangkörpern wie dem Elbipolis Barockorchester Hamburg unter Beachtung der Originalquellen.

Als International gefragter Posaunist tritt Juan González Martínez mit namhaften Orchestern und Ensembles der Alten-Musik-Szene auf, mit denen er zahlreiche live- sowie CD-Aufnahmen veröffentlichte. Unter anderen mit Budapest Festival Orchester (Ivan Fischer), Le Concert Olympique (Jan Cayers), Oltremontano (Wim Becu), Ensemble Correspondances (Sébastien Daucé), Capriccio Stravagante (Skip Sempé), Gli Angeli Genève (Stephan MacLeod), Capella Cracoviensis (Jan Adamus), Le Cercle de l’Harmonie (Jérémie Rhorer), La Guilde des Mercenaires (Adrien Mabire) und Weser-Renaissance (Manfred Cordes).

Lea Suter

Orgel, Cembalo, Clavichord

Die in der Schweiz geborene Cembalistin, Organistin, und Orgelbauerin Suter begeisterte sich bereits in früher Kindheit für die Musik von Bach, insbesondere die für Tasteninstrumente. So baute sie mit 16 Jahren ihr erstes Clavichord und ließ sich später zur Orgelbauerin ausbilden. Im Rahmen dieser Ausbildung arbeitete sie in Siebenbürgen an der Restaurierung von Orgeln des 17. und 18. Jahrhunderts mit, was sie so sehr inspirierte, dass sie anschließend noch ein Studium der Kirchenmusik sowie ein Masterstudium Orgel, Cembalo und Clavichord absolvierte, unter anderem bei Margareta Hürholz, Roland Dopfer, Pieter van Dijk und Menno van Delft. 2025 gewann sie zusammen mit ihrem Duopartner Juan Gonzalez Martinez den internationalen H.I.F. Biber Wettbewerb, St. Florian in Österreich.

Profil von Lea Suter

Inés Pina Pérez

Renaissance-, Barock-Blockflöten

Inés Pina Pérez wurde in Huesca (Spanien) geboren. Zwischen 2012 und 2019 absolvierte sie ihr Blockflötenstudium in Spanien und Deutschland bei Vicente Parrilla und Han Tol, ergänzt durch Meisterkurse u.a. bei Katharina Bopp, Kees Boeke, Dan Laurin und Pamela Thorby. Derzeit ist sie Mitglied mehrerer Ensembles, die regelmäßig in Deutschland, in den Niederlanden und in der Schweiz auftreten. Ihr Ensemble Thamyris war Finalist des „Förderpreis-Wettbewerbs Alte Musik 2020/21“ im Saarland. Darüberhinaus wurde sie 2021 als Solistin beim Blockflötenwettbewerb „Moeck Solo Recorder Competition“ ausgezeichnet.

Portrait von Inés Pina Pérez

Miguel Bellas

Barockgitarre, Theorbe

Miguel Bellas entdeckte sein Instrument durch die Rock-Musik und studierte später Jazzgitarre bei Gitarrist Kely García, klassische Gitarre bei Prof. Margarita Escarpa und Laute Prof. Rolf Lislevand in ganz Europa. Seine Vielseitigkeit entfaltet er als angefragter Musiker sowohl als Solist, als auch Kammermusikpartner mehrerer renommierten Ensembles (Artemandoline, Nuria Rial, Anton Steck, La Gallarda, Ensemble Pretiosa, I Fedeli, Stuttgarter Kammerorchester, O/Modernt, Ad Fontes). Er tritt regelmäßig mit der lettischen Sopranistin Baiba Urka auf und unterrichtet Gitarre an der Musikschule Renningen (Deutschland).

Portrait von Miguel Bellas
Portrait von Peter Kuhnsch

Peter Kuhnsch

Perkussion

Peter Kuhnsch wurde in Nürnberg geboren. Während seines Studiums der Percussion an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig stand Vielfalt an Instrumenten und Stilistiken an erster Stelle. Die Leidenschaft für Handtrommeln aus orientalischen Kulturen führte ihn immer weiter zu Kollaborationen mit persischer, arabischer und Alter Musik.

Mittlerweile lebt er in Berlin und genießt dort die musikalische Fülle.

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