Canarios verbindet europäische Alte Musik mit orientalischer Tradition in einem interkulturellen Dialog. Ausgangspunkt ist die barocke Tanzmelodie Canarios, Sinnbild spanischer Gitarrenvirtuosität und zugleich Ausdruck einer langen Kulturgeschichte, die von der arabischen Oud-Tradition bis zur modernen Konzertgitarre reicht.
Der Vogelgesang als universelles Motiv durchzieht das Programm: von Gaspar Sanz’ und Santiago de Murcias barocke Gitarrenkompositionen bis hin zu improvisierten Dialogen auf dem Oud. Wie Vögel in allen Kulturen als Sinnbild von Freiheit und Übergang gelten, so schlägt das Projekt Brücken zwischen Jahrhunderten und Kontinenten.
Das Programm wird von Concierto Ibérico gestaltet, unter der künstlerischen Leitung von Juan González Martínez, im Dialog mit dem international renommierten Oud-Virtuosen Bakr Khleifi.
„Wer schmuggelt diese Kompositionen in unsere Zeit? Die wunderbaren Musiker des Concierto Ibérico: Inés Pina Pérez entlockt ganz unterschiedlichen Blockflöten sanfte Melodiebögen, Juan González Martínez, der das Ensemble leitet, bläst scheinbar mühelos unterschiedliche Posaunen, Miguel Bellas erzeugt mit der Gitarre bzw. Theorbe rasante Läufe, Lea Suter formuliert auf ihrem 16-Fuß-Cembalo einen dichten Teppich an gezupften und tiefen (!) Tönen und Peter Kuhnsch erfreut uns mit einer niemals aufdringlichen, aber immer punktgenauen Perkussion.“